Impresum Kontakt Startseite
HSSG (Verein) Betroffenenarbeit Selbsthilfegruppen Termine Trialog Partner Links News Archiv

ALKOHOLERKRANKUNG

Tabuthema Alkoholkrankheit: Obwohl übermäßiges Trinken nachweislich direkt und indirekt eine Vielzahl an Krankheiten verursacht und die Lebenserwartung um bis zu 20 Jahre reduzieren kann, sucht nur ein Bruchteil der Betroffenen professionellen Rat. Dabei ist die Inanspruchnahme von medizinischer Hilfe wesentlich, denn Alkoholsucht ist eine Krankheit und keine Willensschwäche!

Allgemeines zur Alkoholkrankheit
Die nackten Zahlen sind erschreckend: Zehn Prozent aller Österreicher leiden im Laufe ihres Lebens an der Alkoholkrankheit. 360.000 Menschen hierzulande sind derzeit als alkoholkrank diagnostiziert. 760.000 der Erwachsenen konsumieren alkoholische Getränke regelmäßig in Mengen, die als gesundheitsgefährdend gelten. 40 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 16 Jahren konsumieren Alkohol in gefährlichen Mengen.
In rauen Mengen genossen, kann Alkohol die Lebenserwartung um 15 bis 20 Jahre senken. In der Bevölkerungsgruppe der 15- bis 64-Jährigen sind 16 Prozent aller Todesfälle bei Männern und 8% aller Todesfälle bei Frauen auf das Suchtmittel zurückzuführen. Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher liegen. Zum einen weil die Alkoholkrankheit die Suizidwahrscheinlichkeit um das 6- bis 13-fache erhöht. Zum anderen scheinen Mediziner manchmal vor dem Stellen der Diagnose „Alkoholabhängigkeit“ zurückzuschrecken. Insbesondere dann, wenn beim Patienten eine so genannte Komorbidität besteht, d.h. wenn auch andere Krankheiten festgestellt werden.