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BURNOUT

Kennen Sie dieses Gefühlt? Ihre Arbeit belastet Sie mehr als früher, Sie fühlen sich erschöpft und würden am liebsten morgens nicht aufstehen.
Lust- und Antriebslosigkeit sowie chronische Müdigkeit und das Gefühl, Ihren täglichen Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein, bestimmen Ihren Alltag.

Was versteht man unter Burnout?
Burnout (Erschöpfungsdepression) ist ein Zustand körperlicher und seelischer Erschöpfung. Es ist das Ergebnis andauernder oder wiederholter Belastungen im Zusammenhang mit langfristigem Arbeitseinsatz, die in Folge zu körperlichen Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf, Magen-Darmbereich) oder zu psychischen Erkrankungen (z.B. Depression, Angststörung oder Panikattacke) führen können.
Burnout wird nicht durch eine einzelne Belastung oder eine Häufung von Beanspruchung in kurzen Zeitspannen hervorgerufen, sondern erst wenn mehrere Belastungen gleichzeitig und über längere Zeit bestehen bleiben und keine Aussicht besteht sie loszuwerden.
Solche Mehrfachbelastungen können im beruflichen und privaten Umfeld entstehen und somit zu einer Burnout-Erkrankung führen (Beispiel: Eine Lehrerin pflegt zu Hause ihren an Alzheimer-Demenz erkrankten Vater.)
Entfernen sich Realität und Wunschbild in mehreren Lebensbereichen immer weiter voneinander, wird auch die Enttäuschung darüber immer größer und es entsteht Frust. Zu hohe Erwartungen, wenig Mitbestimmungsrecht und mangelnde Wertschätzung können Hauptursachen für ein Burnout sein.

Wie entwickelt sich Burnout?
Die Entwicklung des Burnouts durchläuft mehrere Phasen und zieht den Betroffenen wie ein Wasserstrudel mit sich nach unten. Dabei wird der fließende Übergang von der normalen Erschöpfung zu den ersten Stadien des Burnouts oft nicht erkannt und als "normale" Entwicklung akzeptiert.

Immer häufiger werdende berufliche Herausforderungen können dazu führen, dass nicht mehr alle übertragenen Aufgaben zur Zufriedenheit erfüllt werden können. Doch anstatt die Aufgaben mit anderen zu teilen oder sie abzugeben, reagieren manche Menschen mit noch intensiveren Anstrengungen und arbeiten immer mehr. Hinzu kommt, dass Betroffene oft nicht offen über ihre Belastungen sprechen wollen.
Die Zeit für Privatleben, Familie, Freunde und Hobbies wird immer weniger und der Betroffene zieht sich mehr und mehr aus seinem sozialen Umfeld zurück. Werte, die früher wichtig waren, werden einfach vernachlässigt. Dieser Rückzug stößt wiederum auf Unverständnis und Unmut von Seiten der Angehörigen und setzt den Betroffenen weiter unter Druck.
Plötzlich ist der Punkt erreicht, an dem man "einfach nicht mehr kann". Es macht sich eine innere Leere breit und alles scheint egal zu sein. Der Körper reagiert mit Krankheiten auf diesen Zustand und man fragt sich, wie es so weit kommen konnte. Das Leben scheint keinen Sinn mehr zu haben.
Dieser Verlauf kann über Jahre andauern und wird oft erst dann ernst genommen, wenn es zu körperlichen und psychischen Erkrankungen kommt